Das Licht der Kerze brach sich im Glas wie flüssiger Bernstein. Er hob die Hand, wollte seine Krawatte nachziehen, als das Gemurmel vom Nachbartisch herüberwehte.»Vorhin diese drei Adjektive. Jetzt dieses Bild. Unnatürlich. Inhaltslos.«Die Hand blieb kurz in der Luft, als der Mann am Nebentisch spöttisch den Mund verzog. Er legte sie flach auf den Tisch.Die Kerze brannte. Das Tischtuch schimmerte gelblich in ihrem Schein. Mehr nicht. Und es wirkte warm. Es bewegte sich ein wenig, wenn jemand vorbeiging. Die Gläser blieben durchsichtig.Er setzte an. »Es ist nicht nur deine Art«, begann er, und die Stimme suchte nach dem Rhythmus, den er gestern geprobt hatte, »und nicht nur die Jahre, die—«.Das Scheppern des Sektkübels unterbrach ihn, als der Kellner die Flasche ins Eis warf. Wasser schwappte über, tränkte die Tischdecke und hinterließ einen Fleck genau zwischen ihren Händen. Der Kellner ging, ohne ein Wort zu sagen.Sie sah ihn an, ihre Stirn leicht in Falten. Sein Satz lag bereit — ein Dreiteiler, perfekt ausbalanciert. Am Nebentisch lachte jemand leise. »Man weiß genau, welches Wort als Nächstes kommt. Keine Seele, nur Wahrscheinlichkeiten, einfach flach.«Er zögerte. Der Fleck wuchs zwischen ihren Händen, langsam, dunkel, lautlos. Auffällig. Vor allem für den Nebentisch.Sie kicherten. Nicht alle. Nicht sofort. Sondern— Oder doch: alle gleichzeitig. Besonders auffällig schmunzelte der Kellner.Sein Herz schlug schnell. Nein. Sein Herz schlug. Aus den falschen Gründen. Sein Herz schlug, daher verbot er sich jede unnötige Bewegung oder gar zu zittern. Er hielt einfach den Atem an und blickte ihr nicht mehr in die Augen.Als er sagen wollte, dass er ihr Leben teilen wolle, suchte er stattdessen nach Worten, die möglichst unauffällig klangen. Möglichst nicht zu konstruiert.»Du siehst heute wieder atemberaubend aus.«Der Nebentisch verlor das Interesse. Aber die Worte blieben noch in der Luft hängen, zu gewöhnlich und zu groß. Er atmete noch einmal und versuchte es anders: »Ich meine, du bist einfach—«Vom Nebentisch kam es schon, halblaut und amüsiert: »… Poesie aus der Dose … Geschwurbel … sinnfrei«Jemand am Tisch rümpfte die Nase, zückte ein Handy und googelte nach Alternativen. Man einigte sich auf ›…der Grund warum ich morgens aufstehe‹, weil es ein präzises Bild sei.Er schwieg. Sein Kopf fand genau einen Satz: ›Du bist mein Lieblingsmensch zum Anschweigen.‹Er sagte ihn nicht.Seine Hand griff nach der Krawatte. Der Mann am Nachbartisch hob die Augenbraue. Die Hand fiel, griff in die Tasche und zog die Schachtel heraus. Er legte die Schachtel auf den feuchten Fleck und öffnete den Deckel. Darin war ein Ring. Er sagte: »Wir können heiraten, wenn du möchtest.«Der Nachbartisch wandte sich wieder gelangweilt ab.Sie nickte und sagte »Ja«, er steckte ihr nervös den Ring an den Ringfinger der linken Hand, sie strahlte den halben Abend lang aufgeregt über das ganze Gesicht und dann brachte der Kellner die Rechnung.Er zahlte mit Karte und forderte eine Quittung. Morgen früh musste er für sie aufstehen. Ihr Flug ging um sieben.
Hm ... okay ... ich sehe schon den Wink mit dem Zaunsfeld. Immerhin wurden meine Worte zitiert. Wenn die Geschichte eine möglichst langatmig verdrehte Anspielung auf KI-Nutzung im Bereich der Textschaffung sein soll, ist es wohl gelungen. In Kombination mit dem Titel geht es wahrscheinlich darum, bei den seltsamen und ins Leere laufenden Vergleichen zu denken, sie wäre mit KI erstellt worden. Vielleicht unter Zuhilfenahme, aber es ist definitiv kein reiner KI-Text. Wie dem auch sei ... ich muss morgen früh raus. Mein Fahrradgaragenrolltor öffnet sich 07:25 Uhr.
4 Gedankenstriche und etliche Interpunktionsfehler in diesem kurzen Text - das muss KI sein! Und ich habs beim ersten Lesen nicht gemerkt. Wie hast du das gemacht? Ich KI meinen nächsten Roman!!!11einself!
Spaß beiseite. Ich habe hier vor allem die Hauptfigur bewundert, die voller Beziehungsideen ist. Das Gespräch am Nachbartisch dominiert die Szenerie, obwohl nur Wortfetzen davon herüberdringen, die in gar keinen Kontext zu passen scheinen, offenbar aber hineingezwängt werden. Drehst du weiter an der Schraube, bist du bei Verfolgungswahn und Paranoia.
Hör auf deinen Kardiologen, wenn er dir sagt, du hast ein Herz.
Erst durch den Beitrag von mjegull bin ich drauf gekommen, dass der Text eine Anspielung auf den anderen Beitrag sein könnte.
Hat sich der Text dadurch für mich verändert? Nein.
Allerdings hatte ich bereits vorher das Gefühl, er zielt auf gewisse Vorurteile, ob nun KI oder innerer Kritiker. Der Prota traut sich auf Grund der Wortfetzen am Nebentisch nicht, das zu sagen, was er eigentlich sagen wollen würde. Er macht sein Tun von anderen abhängig, statt von der Person, die ihm wichtig ist. Schön, dass sie trotzdem Ja sagt.
An die Dichter Die Welt ist eingeschlafen in der Stunde eurer Geburt allein mit den Tagträumen erweckt ihr sie wieder roh und süß und wild auf ein Abenteuer eine Partie Wirklichkeit lang unbesiegbar im Spiel (Katrin Kiwus)
Hat sich die Qualität des Textes für mich verändert?
Vorab: ich habe keine Ahnung, welche Teile davon von der KI stammen. Hat es was mit den schräggedruckten Passagen zu tun? Wenn ja, um so schlimmer, denn den Schrägdruck empfand ich als genialen Trick in meiner Interpretation.
Der Text hatte mir sehr gut gefallen, und ich fands schade, dass er unter "Trash" stand.
So, und jetzt ist er (teilweise?) von der Künstlichen Intelligenz.
Und ab sofort interessiert mich der Text überhaupt nicht mehr, mir ist egal, ob er gut oder schlecht ist, ich bin beleidigt, dass ich mich mit dem Machwerk einer Maschine auseinandersetzen sollte bzw. auseinandergesetzt habe, und wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich meine Zeit damit nicht verschwendet. Die KI mag ihre Vorteile für alles mögliche haben, obwohl ich da auch meine Zweifel habe, die aber eher aus Unkenntnis der Anwendungsgebiete existieren.
Aber wenn mir was am Herzen liegt, ist es das Schreiben, und auch gute Fotos.
Zu den Fotos: Ich habe einen Freund, der außerordentliche, sehr, sehr gute Fotos gemacht hat sein Leben lang, nun aber hat er die KI entdeckt und da er auch Computerfreak ist, hat sich das verquickt und nun spielt er damit und verändert seine Fotos mit der KI und findet das unheimlich lustig. Ich nicht. Habs aufgegeben, mir seine Machwerke anzusehen, geschweige denn, sie zu bewundern.
Zum Schreiben: Ich möchte keine KI-Texte lesen, weil das für mich Betrug ist. Umfassend Geklautes aus menschlichen Köpfen via Maschine neu zusammengetackert. Ergebnis: Frankensteins Monster.
Liebe Grüße Helga
Gute Nacht da draußen, was immer du sein magst. (Graf Duckula)
Zitat von Helga Rougui im Beitrag #7Der Text hatte mir sehr gut gefallen, und ich fands schade, dass er unter "Trash" stand.
Das mit »Trash« ist auf deinem Mist gewachsen. Du hast einmal zu oft erwähnt, meine Satiren würden nicht wirklich unter »Humoristisches« fallen. Jetzt, wo der Text uninteressant geworden ist, stimmt die Kategorie vielleicht sogar besser als befürchtet.
Zusatzfrage: Stell dir vor, deinem Lieblingsautor würde unterstellt, seine Romane seien vielleicht unter Zuhilfenahme von KI, aber definitiv nicht vollständig von einer KI geschrieben worden. Würdest du weitere seiner Bücher lesen? Was machst du mit den Büchern, die in deinem Regal stehen und die du bisher geliebt hast?
Falls es dich tröstet: Dem Kellner in meiner Geschichte ist es recht ähnlich ergangen wie dir. Der hatte auch besseres zu tun. Und dann hat das Gemurmel begonnen. Deswegen dachte er, er müsse eine Seite wählen.
Ich wollte nie, dass deine Texte unter "Trash" landen. (Obwohl es guten Trash gibt, siehe Elmore Leonard, Eugenie Marlitt ...) Deine Satiren sollten unter "Satire" stehen. (Meine Beamtenseele hat gern Ordnung unter ihren Ordnern.)
Als mein Lieblingsautor bzw. die meisten meiner Lieblingsautoren ihre Bücher geschrieben haben, gab es die KI noch nicht. Aber einer meiner lebenden und noch schreibenden Autoren ist z.B. T.C. Boyle, oder auch John Irving. Und ich würde es nicht glauben, wenn man ihnen unterstellte, KI zu benutzen. Würde das für eine weitere Lüge des Gelbhaarigen halten.
Aber - wenn es keine Lüge wäre - Also, wenn es mal so weit kommt, dass man nicht mehr weiß, was KI-Scheiß ist und was echte Autorenschreibe, dann gebe ich, und das sage ich nach 65 Jahren Leserdasein, dann gebe ich das Lesen auf.
Und schreibe mir das bißchen, was ich bis zu meinem Ableben noch lese, eben selber.
Bei den Fotos und dem ganzen Videokram bin ich schion so weit. Gucke mir das alles nicht mehr an. Sollen sie andere belügen. Ich mache da nicht mit.
Liebe Grüße Helga
P.S. Und wenn ich nicht kapiert habe, dass dein Text eine Satire auf KI war, dannn tut mir das leid. Aber dann möchte ich anmerken, dass diese Satire für mein naives Leseverhalten zu wenig markant rüberkam. Ich dachte, es handele sich um einen ironisierten Heiratsantrag.
Gute Nacht da draußen, was immer du sein magst. (Graf Duckula)
Wie, der Heiratsantrag war gar kein Zitat von mir?
Wenn ich mich auch mal mit einer Interpretation ins Fettnäpfchen lehnen darf, dann würde ich sagen, die Leute am Nachbartisch ist die Fraktion derer Autor:innen, die allen Texten, die vielleicht einfach nur etwas unbeholfen wirken und auch gut aus der Feder eines Schreibanfängers stammen könnten, gleich unterstellen, KI-generiert zu sein. Der Mann, der der Frau den Antrag macht, der ist ebendieser Schreibanfänger. Die Frau ist die Leserin. Und der Kellner, der eigentlich dafür sorgen sollte, dass alle im Restaurant sich wohlfühlen, das sind die Verlage und Publisher, die VG Wort, die Branche selbst.
Das wirklich Schlimme an dieser Geschichte ist ja der Generalverdacht. Die Leute am Nebentisch wissen ja gar nicht, woher die Worte des Mannes stammen (falls sie sich überhaupt darauf beziehen). Wir als Lesende wissen, dass er das gedacht hat. Trotzdem führt ihr Verhalten dazu, dass er den aus meiner Sicht besten Satz "Du bist mein Lieblingsmensch zum Anschweigen" gar nicht auszusprechen wagt. Und so geht es auch vielen Brancheneinsteigern. Sie sind ohnehin massiv verunsichert und wollen alles richtig machen.
Ich habe die Lust verloren, bei Schreibwettbewerben mitzumachen, seit überall in den Regeln steht, dass Texte mit Hilfe von KI ausgeschlossen sind. Seit mit dieser Begründung Texte ausgeschlossen werden, die eben nicht KI-generiert sind. Nicht, weil ich damit meine, bessere Texte schreiben zu können (das Gegenteil ist der Fall), sondern weil ich nicht selbst in Verdacht geraten will, einen KI-generierten Text eingereicht zu haben. Dann ist es nämlich vorbei, so wie die Branche mittlerweile aufgestellt ist. Auch bei der VG Wort kann ich nur Werke melden, wenn ich zusichere, dass diese frei von KI sind. Zum Glück bezieht sich das ausschließlich auf den Text. Denn wenn ich ein Cover einkaufe und das wurde mit Hilfe von KI erstellt, dann bin ich nachher der Gelackmeierte, obwohl ich darüber gar keine Kontrolle habe.
Vielleicht bin ich auch völlig auf dem Holzweg.
Und mir ist tatsächlich egal, ob dieser Text mit KI erstellt wurde. Du erwartest ja nicht, dass wir dir Feedback geben, um den Text zu verbessern. Und du floodest nicht das Forum mit einer Masse an (KI-generierten) Texten.
Hör auf deinen Kardiologen, wenn er dir sagt, du hast ein Herz.
Zitat von Helga Rougui im Beitrag #9P.S. Und wenn ich nicht kapiert habe, dass dein Text eine Satire auf KI war, dannn tut mir das leid. Aber dann möchte ich anmerken, dass diese Satire für mein naives Leseverhalten zu wenig markant rüberkam. Ich dachte, es handele sich um einen ironisierten Heiratsantrag.
Nicht alles entdeckt zu haben, was »der Autor einem sagen wollte«, ist kein Grund, sich zu entschuldigen. Für mich war »Die Zeitmaschine« lange Zeit einfach eine Geschichte über Zeitreisen. Dass sie soziale Ungleichheit über Generationen hinweg anprangert, habe ich erst später irgendwo sehr überzeugend zusammengefasst gelesen.
Bei H. G. Wells hab ich mich dafür nie entschuldigt, »Die Zeitmaschine« handelt tatsächlich von Zeitreisen. Und bei »Debbie Does Dallas« vermute ich eine versteckte Deutung.
Können wir uns darauf einigen, dass ich weiterhin die unpassendsten Subforen für meine Texte wähle, du weiterhin den Ordnungsverstoß ahndest und ich am Ende etwas Freches antworte während ich mich heimlich freue, weil du meinen Text gelesen hast?
Ich finde es ein bisschen schade, dass du ( @Smorph ) überhaupt nicht auf die meisten der genannten Thesen und Interpretationsversuche eingehst und bloß mit Gegenfragen antwortest. Offensichtlich haben sich ja einige die Mühe gemacht, deinen Text und die Intention dahinter verstehen zu wollen. Natürlich obliegt es dir, ob du darauf eingehen möchtest.
ZitatKönnen wir uns darauf einigen, dass ich weiterhin die unpassendsten Subforen für meine Texte wähle, du weiterhin den Ordnungsverstoß ahndest und ich am Ende etwas Freches antworte während ich mich heimlich freue, weil du meinen Text gelesen hast?
Perfekt!!! Gebongt!!!
Gute Nacht da draußen, was immer du sein magst. (Graf Duckula)
Zitat von mjegull im Beitrag #12Ich finde es ein bisschen schade, dass du ( @Smorph ) überhaupt nicht auf die meisten der genannten Thesen und Interpretationsversuche eingehst und bloß mit Gegenfragen antwortest. Offensichtlich haben sich ja einige die Mühe gemacht, deinen Text und die Intention dahinter verstehen zu wollen. Natürlich obliegt es dir, ob du darauf eingehen möchtest.
Falls du eine Stellungnahme zu Lysanders Kommentaren einforderst, dann fühle ich mich von seiner Analyse ehrlich gesagt fast geehrt. Nur ganz wenige Texte bekommen einen so ausführlichen Beipackzettel spendiert. Ich kann noch nicht einmal viel hinzufügen, außer, dass er ziemlich gut getroffen hat, was ich dabei im Kopf hatte. Ein paar Details waren nicht exakt so beabsichtigt, passen aber erschreckend gut. Damit, dass ihn die Worte in einem Text mehr interessieren als dessen Entstehungsgeschichte, kann ich ehrlich gesagt gut leben.
Falls du meine Meinung zu Helgas Leseart verlangst, so kann ich sie durchaus nachvollziehen. Ich dachte, ich hätte das ihr gegenüber bereits klargestellt. Der Text handelt ja tatsächlich von einem unsicheren Mann beim Heiratsantrag. Böse Zungen behaupten zwar, es sei das Transkript von Lysanders Antrag, aber nicht jede Ebene eines Textes muss für jeden Leser gleich wichtig sein. Dass ihr der Spaß am Lesen vergeht, wenn Bücher oder Texte, die ihr gefallen haben, den Stempel »Frankensteins Monster« aufgedrückt bekommen, kann ich gut verstehen.
Falls du aber eigentlich darauf hinauswillst, ob und wie viel KI bei der Entstehung beteiligt war: War das deine Leseart?
Ich fordere gar nichts ein und verlange auch nichts. Ich habe lediglich bemerkt, dass du wissen wolltest, was sich die Leserschaft gedacht hat, aber dass du selbst im Nachgang keine (bzw. kaum) Antworten gegeben hast. Wie ich schon schrieb, ist das natürlich dein gutes Recht, aber dennoch schade/unbefriedigend für die Forennutzer, die sich mit deinem Text beschäftigt haben.
Meine Leseart war zunächst nur die, einen neuen Text von dir zu lesen. Anfangs fand ich ihn sehr verwirrend, seltsam und so gar nicht, wie du sonst schreibst. Spätestens als ich meine Aussagen zu dem "KI oder nicht KI-Vergleich" von Nicki darin wiederfand, wurde mir klar, dass es wohl eine Art Persiflage sein wird, die KI nur nachahmt, aber eventuell auch eine Kritik an gefühlt unzulänglich ausgeführten Kritiken. Wahrscheinlich sogar beides.
Zitat von mjegull im Beitrag #15Ich fordere gar nichts ein und verlange auch nichts. Ich habe lediglich bemerkt, dass du wissen wolltest, was sich die Leserschaft gedacht hat, aber dass du selbst im Nachgang keine (bzw. kaum) Antworten gegeben hast. Wie ich schon schrieb, ist das natürlich dein gutes Recht, aber dennoch schade/unbefriedigend für die Forennutzer, die sich mit deinem Text beschäftigt haben.
Ich verlange keine Rückmeldung zu meinen Texten, freue mich aber, wenn sie trotzdem kommt. Dafür reicht mir eigentlich schon ein Like. Beim Antworten auf Interpretationen bin ich selbst gern spartanisch. Gelegentlich ein Like oder ein Danke. Zu fleißig mitzuphilosophieren hat für mich schnell etwas von Deutungshoheit. Als wolle ich als Autor ganz dringend noch erklären, wie der Text eigentlich zu verstehen sei. Ich schreibe ja keine Bedienungsanleitungen für Geigerzähler. Ich nehme mir lieber still und heimlich mit: Das eine hat keiner bemerkt, und das andere scheint zu zünden.
Es gibt Ausnahmen. Manchmal zündet etwas anders als gedacht. Dann hilft oft eine kleine Frage mehr als eine lange Erklärung, wie der Text eigentlich hätte gelesen werden sollen.
Der flüssige Bernstein wäre mir übrigens niemals selber eingefallen.