SGZ - ein Wort als Vorgabe, eine Stunde Zeit zum Schreiben - Texte unserer Mitglieder
Ein Text zum Thema "Spinnen" von unserem Miglied Rebecca

Zitternd und bleich im Gesicht öffnete Angelika die Wohnungstüre.

Wütend knallte sie den Autoschlüssel auf die Kommode im Vorzimmer und schleuderte ihre Schuhe in die Ecke.

Julia eine Mitbewohnerin der WG kam aus ihrem Zimmer.

„Was ist denn mit dir los?“, fragte sie. „Und wie siehst Du denn aus? Was ist denn passiert?“ fuhr sie fort, während sie Angelika eingehend musterte.

„Ich bin wütend, total wütend“, schrie Angelika und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.

„Jetzt beruhige dich doch mal. Ich koche uns Kaffee, oder ist dir eher nach einem Glas Wein, so wie Du aussiehst“, meinte Julia und ging in die Küche.

Angelika folgte ihr.

„Ja, ein Glas Wein wäre jetzt genau richtig“, seufzte Angelika und putzte sich die Nase.

Julia schenkte zwei Gläser Wein ein und trug sie zu dem Tisch in der Küche.

„So, jetzt erzähl mal. Was ist denn passiert?“, forderte sie Angelika auf, die sich etwas beruhigt hatte.

„Sie haben mir gekündigt“, rief sie mit bebender Stimme. „Einfach so, es kam völlig unerwartet. Natürlich läuft die Firma momentan nicht so gut, aber damit habe ich nicht gerechnet“. Angelika trank ihr Glas in einem Zug leer.

„Was haben sie gemacht? Sie haben dir gekündigt?“. Julia war sprachlos. „Die spinnen doch. Wieso haben sie gerade dich rausgeschmissen? Du bist doch die einzige, die dort Ordnung in das Chaos bringt.“

„Das dachte ich auch. Daran ist sicher diese Christa schuld. Sie hat sich beim Chef eingeschleimt. Einige behaupten sogar, die hat mit ihm geschlafen. Wäre ihr zuzutrauen, diesem Biest.“

„Hast Du mit deinem Chef gesprochen?“ fragte Julia weiter.

„Wollte ich, aber dann ist etwas Blödes passiert. Irgendwie war ich nicht mehr ich selbst. Ich war so wütend und bin völlig ausgerastet.“ Wieder rannen Tränen über Angelikas Gesicht. Sie nahm noch einen Schluck von dem Wein bevor sie fortfuhr. „Ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist.“

„Jetzt beruhige dich und erzähl mal. So schlimm kann es doch nicht sein“, meinte Julia in beruhigendem Tonfall.

„Doch, es ist schlimm. Auf dem Weg zum Chef kam ich beim Büro von Christa vorbei.

Sie saß da, mit dem Rücken zu mir. Ich war so wütend. Da habe ich die Statue von dem Regal genommen und sie ihr voll über den Schädel geknallt.“

Jetzt war Julia fassungslos.

„Hast Du sie etwa erschlagen“, rief sie entsetzt.

„Ich weiß nicht. Dann kam mein Chef ins Zimmer. Er wollte mich festhalten. Ich habe mich gewehrt, den Brieföffner vom Schreibtisch erwischt und den habe ich ihm in den Bauch gerammt. Ehrlich, ich weiß nicht, warum ich das getan habe.“ Angelika fing an heftik zu zittern.

„Sag mal, spinnst Du? Sind etwa beide tot?“. Julia konnte es nicht fassen.

„Ich weiß es doch nicht“, antwortete Angelika schluchzend. „Ich bin einfach weggelaufen, ich war wie von Sinnen.“

Julia überlegte was sie tun sollte. Die Polizei rufen? Oder war das was Angelika ihr erzählt hatte nur eine Lüge? Spinnen etwa alle?

Während sie überlegte, hörte die vor dem Haus die Sirene von einem Polizeiauto.

Witze ohne Niveau
Immer wenn jemand auf "Eigene Dateien" klickt, fällt irgendwo ein NSA-Mitarbeiter lachend vom Stuhl.

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