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Der Nothunde La Mancha e.V. sagt Danke!
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Dieser Text stammt von unserem Mitglied falky67 und entstand im Rahmen unserer einstündigen Schreibübung "Schreiben gegen die Zeit", kurz SGZ. Das vorgegebene Wort lautete Druck.
Der Spalt
„Jannis, wie lange sind sie nun schon da unten?“ Lea wandte sich an ihren Kollegen, der vor den Instrumenten saß und den Tauchgang der Nautilus verfolgte.
„Zwanzig Minuten. Keine Angst, die halten das aus. Der Innendruck ist stabil. Wenn in der Spalte die Physik nicht außer Kraft gesetzt ist, droht ihnen auch keine Gefahr.“
Trotzdem, Lea war beunruhigt. Sie waren eine kleine Forschungsstation, die in dieser Gegend die Meeresfauna Katalogisieren sollte, nicht irgendwelche Spalten erforschen. Proben nehmen, untersuchen und registrieren. Dafür waren sie ausgebildet.
Doch als es vor ein paar Tagen dieses Seebeben gab und der Spalt entstand, konnte Felix nicht anders, er musste das melden. Und logischerweise wollte ihr Institut, dass sie sich das mal näher anschauten.
Und nun war Felix, Janiera und Holger mit der Nautilus in diesen Spalt getaucht. Kommunizieren funktionierte nicht. Sie konnten nur über die Niederfrequenz die Daten überwachen.
„Wenn die Nautilus dem Druck nicht standhält, dann können wir ihnen nicht mal helfen.“ Je länger die drei da unten waren, desto unruhiger wurde Lea. Schließlich war sie die Leiterin der kleinen Expedition. Sie wäre verantwortlich für Mensch und Material. Ihr Etat sah es nicht vor, ein UBoot wie die Nautilus zu verlieren.
„Noch zehn Minuten, dann müssten sie laut Plan wieder auftauchen. Ich hab den Leitstrahl angestellt, es dürfte ihnen also keine Probleme bereiten, uns zu orten. Beruhige dich, es wird schon gut gehen.“
Und wenn nicht? Was sollte sie dann tun? Plötzlich registrierte sie etwas auf dem Radar. Allerdings nicht dort, wo die Nautilus abgetaucht war, sondern einen Kilometer weiter südlich.
„Könnten sie das sein, Jannis?“
Dieser schüttelte leicht verwundert den Kopf. „Sie können nicht so schnell dorthin gekommen sein, es sei denn, der Spalt ist größer, als wir vermuteten und die Strömung da drin müsste wesentlich stärker sein.“ Er stand von seinem Platz auf und überprüfte noch ein paar andere Geräte.
„Doch, es ist die Nautilus. Und sie scheint beschädigt. Mist, der Druck war wohl doch zu groß. Jedenfalls scheint da etwas nicht zu stimmen.“
„Okay, mach den Faiter klar. Ich schwimm rüber. Wenn sie am Leben sind, muss ich sie retten. Halte hier alles bereit und versuch die Basis zu erreichen.“
Lea zog sich den Tauchanzug an und ging zur Druckkammer. Als diese sich mit Wasser gefüllt hatte, öffnete sie die Luke und schwamm zu dem Faiter, eine Art Unterwasser-Jetski, der sich recht schnell bewegen konnte. Er besaß auch ein Notfallset für erste Hilfe. Lea hoffte, dass dies nicht nötig wäre.
Je näher sie der Nautilus kam, umso geringer war ihre Hoffnung, hier noch Überlebende zu finden. Das U-Boot war komplett zusammen gedrückt. Zwar konnte man keine Risse von außen erkennen, aber es musste ein immenser Druck auf das Schiff gewirkt haben, damit es so deformiert aussah. Trotzdem ließ sich die Luke nach mehrmaligen Anstrengungen öffnen und Lea begab sich ins Innere der Nautilus. An Bord war nur die Notbeleuchtung an und der Sauerstoff war sehr gering. Wahrscheinlich hatten sie ihn abgelassen, damit die Tanks nicht explodieren konnten.
Als Lea die Kommandozentrale betrat, fand sie ihr Team zusammengekauert vor der Konsole, aber am Leben. Unter großen Mühen schaffte sie es, ein Mitglied nach dem anderen zurück zur Basis zu schaffen. Jannis versorgte sie mit Sauerstoff und verband die Wunden, die vorrangig aus Schürfungen und Quetschungen bestanden.
„Könnt ihr sagen, was ihr da drin gesehen habt?“ Lea wollte so schnell wie möglich ihren Bericht abgeben und ausgetauscht werden. Je schneller sie wieder weg von diesem Spalt kämen, je eher würde sie dieses beklemmende Gefühl loswerden, dass sie nach der Rettung ihrer Leute überkommen hatte. Doch weder Felix, Holger, noch Janiera konnten sich an irgendwas erinnern, was nach dem Eintritt in den Spalt mit ihnen passiert war.
Und zu allem Überfluss zog über ihnen ein Jahrhundertsturm auf, der einen Austausch schier unmöglich machte. Sie würden wohl noch eine Weile hier unten bleiben müssen.
„Jannis, behalt den Spalt im Auge. Ich hab ein ungutes Gefühl. Hoffentlich erinnert sich einer noch an etwas, was da unten passiert ist. Ich werde mit jedem einzelnen noch einmal Reden.“
„Ich finde, sie benehmen sich sehr merkwürdig, Lea, seid die drei wieder an Bord sind. Sie machen mir irgendwie Angst.“
„Mir auch, Jannis.“
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